Bei Verträgen muss man grundsätzlich zwischen übereinstimmenden Willenserklärungen und einseitigen Willenserklärungen unterscheiden. Bei übereinstimmenden Willenserklärungen gehen zwei Parteien ein Rechtsgeschäft ein. Dabei handeln die beiden Parteien Konditionen für einen bindenden Vertrag aus, dem sie beide zustimmen. Auf dieser Vertragsbasis kommt das Rechtsgeschäft zustande. Dieser Vertrag sollte tunlichst schriftlich erfolgen, damit er im Streitfall auch umgesetzt werden kann.
Die beiden Parteien dürfen im Vertrag alles festhalten was ihnen beiden wichtig ist. Es besteht somit eine sogenannte Vertragsfreiheit. Damit aber auch die Vertragsform rechtens ist und somit vor einem Gericht Bestand hätte, sollten Sie den Vertrag von einem Rechtsanwalt für Vertragsrecht prüfen lassen. Der Rechtsanwalt für Vertragsrecht prüft dann auch die von Ihnen beiden festgehaltenen Konditionen auf Eindeutigkeit. Beispiele für übereinstimmende Willenserklärungen, also Verträge die von mindestens zwei Parteien geschlossen wurden, sind Kaufverträge, Arbeitsverträge, Mietverträge.
Auch Schenkungen sind Verträge denen beide Parteien zustimmen müssen. Das bedeutet, dass auch Verträge unentgeltliche Rechtsgeschäfte regeln können. Bei einer einseitigen Willenserklärung handelt sich um Verträge wie ein Testament oder eine Kündigung. Beim Testament erklärt der Nachlassgeber wem er was im Todesfall hinterlassen wird. Auch das Testament sollte von einem Rechtsanwalt für Vertragsrecht geprüft oder sogar aufgesetzt werden, da der Gesetzgeber jedem Nachkommen einen Pflichtteil zugesteht. Sollten es im Todesfall unter den Erben zu Streitigkeiten kommen, kann das Erbe harmonische Familien auf einmal auseinander reißen. Das ist sicherlich nicht im Interesse des Erblassers.